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Mein neuer Honda Prelude, Bj.98
Mein Honda Prelude 2.2VTi (von 2001 bis 2005)
Und das war mein zweiter Prelude, den ich von Anfang 2001 bis Septemer 2005 gefahren habe. Es war ein 98er 2.2VTi(VTEC) mit Allradlenkung (4WS) und Automatik. Bis auf ein paar kleine Modifikationen war das Auto im Serienzustand. Modifikationen:
  • original Honda-Spoilter-Kit (Type-S)
  • Nebelscheinwerfer (JDM; tolle Optik!)
  • K&N-Luftfiltereinsatz
  • Kennzeichenträger entfernt

Meine Erfahrungen mit diesem Auto waren absolut positiv. Es gab bis zum Schluß keine erheblichen Mängel am Auto, lediglich die VTEC-Steuerung mußte einmal abgedichtet werden.

Zum Erfahrungsbericht geht es etwas weiter unten. Hier kommen erst mal ein paar Bilder:

Die JDM-Nebellampen sind drin! Das ist mein neuer Prelude 2.2 VTi, hier auf den Winterfelgen

Seit Februar '03 sind nun auch endlich die JDM-Nebellampen drin. Wer etwas zu den Kosten, der Beschaffung oder dem Einbau wissen will, kann sich einfach das JDM-Nebellampen-Special anschauen. An dieser Stelle auch noch mal herzlichen Dank an Dirk für die Hilfe beim Einbauen der Lampen.

Mein Erfahrungsbericht aus dem Meinungsforum Ciao zu diesem Auto:

Als sich langsam zeigte, daß mein alter Prelude 2.0EX ersetzt werden muß, habe ich mich für einen gebrauchten Prelude 2.2VTi (VTEC) Bj.98 entschieden und das bis jetzt nicht bereut. Natürlich war die Meßlatte durch den alten Prelude schon recht hoch gelegt. Ich war jahrelang sehr zufrieden und habe ja nur gewechselt, weil der alte schon sehr viele Kilometer und Jahre auf dem Buckel hatte.

Die JDM-Nebellampen sind drin!Das Design

Als ich den neue Prelude 1997 zum ersten mal sah, fand ich ihn nicht besonders ansprechend. Von hinten gefiel er mir schon ganz gut, aber die Frontansicht war sehr gewöhnungsbedürftig. Inzwischen habe ich meine Meinung grundlegend geändert. Sicher sieht der neue Prelude nicht aus wie ein reinrassiger Sportwagen a la Ferrari, Porsche oder (um bei Honda zu bleiben) der NSX. Auf den ersten Blick ist er ziemlich unauffällig und vielleicht sogar etwas bieder.

Betrachtet man ihn aber genauer, dann erschließt sich einem (vielleicht) die Gestaltungsidee. Er verbindet die klassischen Designmerkmale von japanischen Autos (z.B. Heckgestaltung) mit neuen eigenen Ideen. Außerdem enthält der neue Prelude unheimlich viele Ähnlichkeiten zu seinen 4 Vorgängergenerationen. Mir persönlich fiel das zum ersten mal auf, als ich meinen alten 88er Prelude neben diesem Modell stehen sah. Man erkennt ziemlich schnell die Ähnlichkeit der Frontpartien dieser beiden Autos. Oder man nehme die Seitenansicht, in der man auch den alten Prelude von '79 wiederentdecken kann.

Und mit breiter Bereifung auf schönen Alufelgen und einer leichten Tieferlegung hat er dann auch seinen sportlichen und überlegenen Auftritt im Rückspiegel von so manch anderem Autofahrer. Ich persönlich bin kein Fan von solchen Tuningaktionen und mir genügt das Standard-Outfit meines 2.2VTi (mit 16-Zoll-Felgen, 205er Bereifung und Heckspoiler; bei einem Gebrauchtwagen kann man sich das nicht aussuchen). Eine Warnung möchte ich an dieser Stelle an die Tieferlegungsfreunde richten: Mit der Frontschürze, die der 2.2VTi serienmäßig dran hat, kommt man ohne Tieferlegung noch in jede Tiefgarage. Mit Tieferlegung kann man sich das (jedenfalls ohne aufzusetzen) abschminken.

Unverständlich ist mir, daß Honda dieses Auto nur in drei Farben anbietet. Man bekommt es in schwarz, silber metallic oder rot. Das kleinere Schwestermodell 2.0i kann man immerhin zusätzlich noch in blau und grün haben.

Die Technik

In Sachen Motor, Getriebe, Fahrwerk, Bremsen hat sich in den letzen 10 Jahren natürlich eine Menge getan. Viele positive Dinge von meinem alten 88er Prelude fand ich im 2.2VTi wieder: z.B. die adaptive Servolenkung oder das sehr gut abgestimmte Automatikgetriebe, jetzt sogar mit "Tiptronic" (die Gänge werden manuell geschaltet).

Besonders augenfällig werden die Unterschiede beim Motor. Er schöpft seine maximal 185 PS aus 2.2 Litern Hubraum und verwendet dabei die VTEC-Technologie. Ab etwa 5.500 Umdrehungen pro Minute wird auf ein "schärferes" Nockenwellenprofil umgeschaltet, was man beim Beschleunigen wie einen Nachbrenner zu spüren bekommt. Allerdings wirkt sich das auch auf den Spritverbrauch aus, aber dazu später mehr. Die Geräuschkulisse des Motors ist ebenfalls stark drehzahlabhängig. Im unteren Bereich, gerade im Stadtverkehr und auf der Landstraße, hört man vom Motor nicht viel mehr als ein leichtes Brummeln. Oberhalb von 4.000 U/min bekommt er aber einen bissigen Unterton und spätestens ab der VTEC-Drehzahlgrenze ist es ein Geräusch, das man eher dem Rennsport zuordnen würde. Wünsche läßt das Aggregat, jedenfalls für mich als Otto-Normal-Verbraucher, nicht offen. Leistung gibt es in jeder Situation genug und bei nicht allzu sportlicher Fahrweise ist der Geräuschpegel relativ niedrig.

Automatik mit TiptronicDie Automatik mit "Tiptronic" fährt sich, wie oben schon erwähnt, sehr angenehm und berechenbar. Bei ruhiger Fahrweise schaltet sie ziemlich schnell in höhere Gänge und hält damit die Drehzahl in niedrigen Bereichen. Die Tiptronic habe ich bis jetzt noch nicht auskosten können. Meine Versuche, sie im normalen Betrieb (Stadt, Autobahn, gerade Landstraße) einzusetzen, brachten wenig Fahrspaß. Das sieht im Gebirge bzw. auf kurvenreichen Landstraßen sicher anders aus. Vermutlich würde ich sie aber auch dort nicht vermissen. Ein Problem ist das aber trotzdem nicht, denn die Automatik enthält diese Funktion serienmäßig, kostet also nix extra.

Mein erster Kritikpunkt betrifft das Fahrwerk. Ich persönlich würde hier gerne die Uhr um zehn Jahre zurückdrehen und meinen alten 88er Prelude wiederhaben. Bei dem war die Federung sehr ausgewogen; straff genug, um sportlich zu fahren, aber auch komfortabel genug, um angenehm zu reisen. Beim 2.2VTi stand wohl mehr das Sportliche im Vordergrund. Das Fahrwerk er ist sehr straff geraten, kurze Stöße gibt es direkt an die Passagiere weiter und die Hinterachse neigt dabei sogar dazu, seitlich zu versetzen. Andererseits ist die Kurvenlage ausgezeichnet.

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  Die Karosserie neigt sich nur sehr wenig und man hat immer das Gefühl, daß das Auto genau das macht, was man von ihm verlangt. In diesen Grenzbereichen bewege ich das Auto aber praktisch nie und daher stört mich eher der kleine Mangel an Komfort.

Seit Ende der 80er Jahre gibt es im Prelude (gegen Aufpreis) eine Allradlenkung "4WS". Bei geringem Tempo (bis 30km/h) lenken die Hinterräder per elektrischem Stellmotor gegen die Lenkrichtung der Vorderräder und verkleinern damit den Wendekreis erheblich. Wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat wird damit das Ein- und Ausparken sowie das Wenden zum Kinderspiel. Ungeübt kann es einem allerdings passieren, daß man beim Rangieren plötzlich gar nicht da ankommt, wo man eigentlich hin wollte. Meine These: Die mit "4WS" ausgestatteten Preludes erkennt man an leicht beschädigten Heckschürzen und verkratzten Hinterradfelgen (so wie meinen; mein Vorbesitzer hat sich da verewigt). Besonders kritisch ist es, wenn man z.B. in engen Parkhäusern rechts und links dicht zugeparkt wurde und rückwärts eingeparkt hat. Das Heck schwenkt aus!

Der Innenraum

Im Prelude 2.2VTi kann man sich schnell zu Hause fühlen. Die Instrumente und Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet und gut erreich- bzw. ablesbar. Lediglich der Schalter für die Nebelschlußleuchte ist völlig unpraktisch und nicht einsehbar plaziert (links, ziemlich tief). Die Oberflächen sind in schwarzem Kunststoff gearbeitet und Wurzelholzimitat in der Mittelkonsole vermittelt eine gewisse Wertigkeit. Die Sitze sind straff und bequem und bieten einen guten Seitenhalt, die Mittelarmlehne vorn komplettiert den guten Eindruck. Es gibt ausreichend Staufächer. Positiv: Das Handschuhfach ist groß genug, um eine (nicht zu dicke) Straßenkarte in Buchform aufzunehmen. Auf den beiden Plätzen im Fond geht es Coupé-typisch sehr eng zu. Trotzdem dürfte es auch für die hinten mitreisenden Passagieren ein angenehmes Fahrerlebnis werden, denn auch diese Sitze sind gut ausgeformt und Honda hat sogar einen Dosenhalter für den linken Rücksitz spendiert.

An weiteren Ausstattungsmerkmalen bietet Honda im 2.2VTi ein Glasschiebedach und Fensterheber (beides elektrisch), manuelle Klimaanlage, Airbags für Fahrer und Beifahrer, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und ein Lederlenkrad, das auch gleich die Bedienelemente für den serienmäßigen Tempomaten enthält. Auf Wunsch kann man natürlich auch eine komplette Lederausstattung ordern.

Was ich schmerzlich vermisse, ist die Memoryfunktion aus meinem alten 88er Prelude, die den Fahrersitz nach dem Vorklappen in die zuletzt gemerkte Position wiedereinrasten ließ. Im aktuellen Modell kann man zwar auch den Sitz gleich mit verschieben, aber nach dem Zurückklappen muß man alles wieder neu einstellen. Das ist besonders lästig, da ich das aus dem alten Modell anders kenne. Und noch ein Kritikpunkt: Das Fahrgeräusch dringt von außen sehr stark durch. Die gerade noch erträglichen Windgeräusche sind das eine, aber dazu kommen noch die sehr lauten Yokohama-Serienreifen, die das positive Bild ein wenig trüben.

Im Kofferraum geht es für ein Coupé recht geräumig zu. Der Platz ist zwar durch die Radkästen recht zerklüftet und die Ladekante ziemlich hoch, aber für das Reisegepäck von zwei Personen reicht es völlig aus. Unter der Bodenabdeckung findet man das Notrad. Für Warndreieck und Sanikasten gibt es Riemen zum Befestigen.

Die Zahlen (*)

Der Verbrauch hält sich bei mir bislang in Grenzen. Bei gemischtem Stadt und Langstreckenbetrieb liege ich derzeit bei etwa 9.7 Liter Super je 100 km. Allerdings vermeide ich möglichst die magische Drehzahlmarke von 5.000 U/min, da das Auto dann gut 2-4 l/100km mehr konsumiert. So wurde es mir jedenfalls von meinem Vorbesitzer angekündigt. Für die Autobahn bedeutet das aber keine große Einschränkung, da das einem Tempo von über 170km/h entspricht. Die Steuern belaufen sich derzeit auf 264 DM (12DM je 100ccm), die Haftpflichtversicherung kostet pro Jahr ca. 1200DM (bei 100%), Teilkasko bei 300DM Selbstbeteiligung etwa 530 DM.

Zu den Werkstattkosten kann ich (zum Glück) noch keine Angaben machen. Bei mir läuft er bislang sehr zuverlässig. Die kleinen Durchsichten (alle 10.000km) bestehen praktisch nur aus einem Ölwechsel, alle 20.000km wird es dann etwas teuerer (vermutlich zwischen 300 und 600DM; bisher hatte ich noch keine solche Durchsicht).

Wer dieses Auto gebraucht kauft, sollte übrigens klären, ob es bereits eine Rückrufaktion mitgemacht hat. Bei den aus Österreich importierten Autos mußte das Automatikgetriebe getauscht werden. Welche Baujahre das betrifft, kann ich nicht genau sagen. Die Honda-Werkstatt sollte es aber wissen.

Fazit

Dieses Auto vermittelt dank seiner ausgefeilten Technik und des sportlichen Fahrwerks ein überlegenes Fahrgefühl und sehr viel Fahrspaß. Die Verarbeitung ist hondatypisch grundsolide und sehr gut. In manchen Punkten wurde, verglichen mit den Vorgängermodellen, merklich gespart, aber der Gesamteindruck ist dennoch uneingeschränkt positiv. Schade, daß Honda dieses Auto in Deutschland nicht mehr anbietet.

(*) Stand 2001

Alle drei zusammen

Technische Daten:

  2.2VTi VTEC (BB8) (entnommen dem Prelude-Prospekt von '98)
Motor 4 Zylinder, Reihenmotor, DOHC, 16 Ventile, 2 Ausgleichswellen
Hubraum 2.2 Liter (2157ccm)
Verdichtung 10.0:1
Leistung 185 PS / 136 kW (bei 7.000/min)
max. Drehmoment 206 Nm (bei 5.300/min)
Leergewicht 1355 kg
Höchstgeschwindigkeit 228 km/h (223 km/h mit Autom.)
Beschl. 0-100 km/h 7.5 sec
Länge/Breite/Höhe 4.545mm / 1.750mm / 1.315mm
Serienbereifung 205/50 R16 87V
Verbrauch (90/120/Stadt/
Drittelmix) in l/100km
6.9 / 8.6 / 10.8 / 8.8