Home Prelude - Cabrio
von Hendrik Wagner
   

1. Die Bestandsaufnahme

Hallo

Ich bin Hendrik Wagner, stolzer Besitzer eines seltenen Honda Prelude Cabrio. Ich kaufte dieses Auto im September 2002. Leider ist dieser Honda derzeit weder fahrtüchtig geschweige denn straßentauglich. Dieses Cabrio ist eines von 100 gebauten, von welchen die meisten nach Übersee gingen, ja sogar bis nach Japan haben es einige geschafft. Es handelt sich hier um einen Umbau der Firma A. Stommel aus Köln. Diese Firma baute in den 80er Jahren auf Basis des Honda Prelude Typ AB und BA2, unter dem Namen Con Moda ein elegantes und sportliches Cabriolet.

  Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M)
Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M)

Neben dem Modell C-M gab es noch die Modelle C-M-L und C-M-S, welche sich in Ausstattung und Optik unterschieden. Der C-M-L war eine besser ausgestattete Version die z.B. mit Automatikgetriebe lieferbar war. Der C-M-S ist die sportliche Version gewesen, welche sich durch einen Spoilersatz der Firma StyleAuto und Aluminiumfelgen auszeichnet.

Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M-L)
Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M-L)
Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M-S)
Honda Prelude AB Cabrio by Con Moda (Modell C-M-S)
Doch das war nicht der einzige Umbau dieser Firma. Sie fertigten auch auf Basis des Range Rover und Ferrari 412.   Ferrari 412 Cabriolet by Con Moda
Ferrari 412 Cabriolet by Con Moda
Abholung des Cabrio in Hamburg
Abholung des Cabrio in Hamburg
  Mein Cabrio wurde im Juni 1985 erstzugelassen ist aber nie als Coupé gelaufen, sondern als Neufahrzeug zum Cabrio umgebaut worden und somit auch als Cabrio zugelassen worden. Es handelt sich hierbei um ein Modell C-M-S. Es hat besagte Anbausatz der Firma StyleAuto, welche nach wie vor Anbausätze liefert und fertigt. Dieser Anbausatz besteht aus handlaminiertem Glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK).

An dieser Stelle werdet ihr in unregelmäßigen Abständen über den Fortschritt der Restauration dieses seltenen Honda auf dem laufenden gehalten.

     
Auf den ersten Blick sah das Auto gar nicht so übel aus, der Eindruck bestätigte sich im übrigen später, der Lack etwas ausgeblichen, hier und da ein paar Kratzer, die Stoßstangen teilweise gebrochen und auf der Beifahrerseite in der Tür (welche nicht zu beschaffen ist da eine Sonderanfertigung der Firma Con-Moda) und im vorderen Kotflügel relativ große Beulen, im Verdeck 2 kleinere Risse, die von einem gebrochenem Gelenk herrühren und ein Riß in der Heckscheibe. Alles in allem aber doch in einem guten   Zustand welchen ich nicht erwartete. Leider fehlten bei diesem Fahrzeug sämtliche Schlüssel und die Fahrzeugpapiere sind auch im Laufe der Zeit abhanden gekommen. Der verhältnismäßig gute Zustand gründet darin, das der Wagen die 10 Jahre in einer beheizten Garage verweilte leider aber gut 1 Jahr dann im Freien stand. Dieses Jahr sorgte dafür, das eine Durchrostung am Unterboden entstand, sowie diverser leichterer Rost am Windschutzscheibenrahmen und an der Karosserie.
     
Rost am hinteren rechten Seitenteil
Rost am hinteren rechten Seitenteil
Verdreckter Innenraum aber der Zustand war gut
Verdreckter Innenraum aber der Zustand war gut
Rost am Windschutzscheibenrahmen
Rost am Windschutzscheibenrahmen
     
Soweit die grobe Bestandsaufnahme. Natürlich müssen auch die komplette Bremsanlage überholt und ein kompletter Flüssigkeitstausch durchgeführt werden.

Als erstes ging ich also daran, die sichtbaren Roststellen zu beseitigen. Dabei fand ich heraus, daß Con-Moda zum egalisieren der Schweißnähte Unmengen an Spachtelmasse verwendet hat. Als nächstes ging ich daran, den Innenraum zu zerlegen und zu reinigen. Es stellte sich heraus, das die hintere Sitzbank völlig durchnäßt war und sich Schimmel darin gebildet hatte. Unter der Sitzbank fand sich zum Glück nur marginaler Rost, der sich größtenteils als "Flugrost" herausstellte, und sich somit leicht entfernen ließ. Unter den Fußmatten und der Bodenverkleidung fand sich kein Rost nur jede Menge Schmutz und Dreck. Mittlerweile hatte ich mir auch einen Satz Schlüssel samt der dazugehörenden Schlösser besorgt und selbige dann auch gleich ausgetauscht. Dabei entdeckte ich, das beim Kofferraum eine völlig neue Öffnungsmechanik verbaut wurde, nicht die bekannten U-förmigen Scharniere, sondern eine Eigenentwicklung der Firma Con-Moda in Trapezform.

  Somit fiel auch die Feder weg, die den Kofferraum offen hielt. Damit man den Kofferraumdeckel nicht ständig offen halten muß, verbaute Con-Moda eine Metallstange, die man nach Öffnen des Kofferraums ähnlich wie bei der Motorhaube in ein dafür vorgesehenes Loch stecken muß, umständlich so finde ich. Im Kofferraum fand sich dann auch die fehlende Persenning für das Verdeck sowie die fehlenden Zier- und Stoßleisten an. Somit war zumindest von den Teilen her das Auto auch wieder komplett.

Nun ging es an den Motor. Dort wurden alle Zündkabel und Zündkerzen gewechselt sowie ein kompletter Ölwechsel durchgeführt. In die Brennräume kam etwas Öl, damit der Motor es leichter hätte zum starten. Doch starten wollte dieser gute Motor nicht, obwohl Zündfunken und Kompression vorhanden sind, also kann es eigentlich nur an der Benzinzufuhr liegen. Das heißt in nächster Zeit Filter wechseln und überprüfen ob die Benzinpumpe genügend Druck aufbaut etc.

To be continued

Hendrik